Fahrstühle - Im Brandfall nicht benutzen


Jeder kennt ihn, den Satz an fast jeder Fahrstuhltür: "Im Brandfall nicht benutzen!". Die Aussage ist klar, aber wissen Sie welche Gründe überhaupt dahinter stecken.

Hinter dieser lebensrettenden Aussage stehen zwei wichtige Aspekte. Der erste ist relativ naheliegend:

#1: Ein Fahrstuhl benötigt natürlich Strom um zu funktionieren. Das heißt also, wenn während einer Fahrstuhlfahrt der Strom ausfällt, ist die Fahrt vorbei, ob Sie an ihrem Ziel angekommen sind oder nicht.

 

Wenn dies nun gerade dann passiert, wenn Sie den Fahrstuhl als Fluchtweg nutzen möchten, stecken Sie in einer noch gefährlicheren Lage. Fahrstuhlschächte gehen meist vom Keller bis in das oberste Geschoss, diese bilden somit für den "Kamineffekt" nahezu ideale Bedinungen. Der Rauch mit den höchst giftigen Brandgasen wird den Fahrstuhlschacht als Abzug nutzen und Sie stecken mitten drin. Sie können sich vorstellen, dass ihre Überlebenschancen in dieser Situation sehr gering sind.

 

#2: Der zweite Aspekt setzt voraus, dass jemand in einem verrauchten Geschoss den Fahrstuhl angefordert hat oder sie versehentlich in dieses gefahren sind. Damit Fahrstuhltüren beim automatischen Öffnen und Schließen niemanden verletzen, wird vor dem Betätigen der Tür mit einer Lichtschranke überprüft, ob der Türbereich frei ist. Sollte sich der Fahrstuhl nun im Brandgeschoss befinden, so wird er dieses unter Umständen nicht mehr verlassen.

 

Der Grund ist einfach: Durch den Rauch zwischen den beiden Sensoren der Lichtschranke wird die Betätigung der Tür nicht mehr freigegeben und die Flüchtenden sitzen in der Falle. Die einzige Möglichkeit einer Flucht bestünde darin, in dem verrauchtem Geschoss das Fluchttreppenhaus zu finden.

 

Um diese Szenarios zu vermeiden, hilft nur eins:

Fahrstühle im Brandfall niemals als Fluchtweg nutzen!

 

Orientieren Sie sich am besten beim Betreten von unübersichtlichen Gebäuden schon im Voraus an Hand der Fluchtpläne*. Nur so können Sie sicher sein, im Fall der Fälle, richtig zu handeln.

Da diese Pläne oft in den Zugangsbereichen zu Treppenhäusern und Fahrstühlen zu finden sind, können sie die Wartezeit auf einen Fahrstuhl am besten gleich bei der nächsten Gelegenheit dafür nutzen.

 

*Das nachfolgende Bild zeigt einen exemplarischen Fluchtplan, wie er in vielen Gebäuden zu finden ist - orientieren Sie sich daran!

 


  


 

Notrufe absetzen

Gerade, wenn es um Menschenleben geht, ist es wichtig, dass die erforderlichen Kräfte schnell und präzise alarmiert  und eingesetzt werden. Dafür braucht die Feuerwehr Ihre Unterstützung! Wir haben Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Informationen zusammengetragen, die Ihnen in einer Notsituation helfen können, schnellstmöglich Hilfe anzufordern.


 

Wenn Sie also einen Notfall melden wollen beachten Sie bitte folgende Hinweise:

 

DIE NOTRUFNUMMERN:

 

  • 112 – Feuer, Verkehrsunfälle mit Personenschaden, medizinische Notfälle, usw. Diese Rufnummer gilt übrigens europaweit!

 

  • 116 117– die Notrufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienste bei akuten Gesundheitsproblemen

 

  • 19222– Rufnummer des Rettungsdienstes für Krankentransporte(keine Notfälle!)

 

 

  

HANDYORTUNG:

 

Seit November 2006 ist es möglich Mobiltelefone zu orten. Dies bedarf der ausdrücklichen Einverständniserklärung des Anrufers und funktioniert innerhalb der Netze deutscher Mobilfunkbetreiber.

Geortet wird dabei aber nicht das Handy, sondern der Funkmast, über den das Telefon die Verbindung in Netz hergestellt hat. In ländlichen Gebieten decken einzelne Funkmasten aber Durchmesser bis zu 35 KM ab.

Eine metergenaue Ortung ist nur über Handys mit GPS-Modul möglich.